Infos, Unterstützung und mehr...

Seid 40 Jahren führt das Katholische Jugendwerk Landshut zusammen mit den Gruppen der Kolpingfamilien und den Jugendlichen der Landshuter Pfarrein zweimal pro Jahr Altkleider- Altpapiersammlungen in Landshut durch. Der Erlös aus den Sammlungen ist eine der Haupteinnahmequellen des Vereins - neben den Einnahmen aus den Übernachtungsgebühren und Spenden. 

 

Wann und wo findet die nächste Sammlung statt?

Die nächste große Sammelaktion findet statt am Samstag, 20. Oktober 2018 wie immer ab 8 Uhr morgens. Sammelstelle ist einmal mehr die Grieserwiese; dort können Spenden auch persönlich abgegeben werden. Achten Sie auf die frühzeitigen Ankündigungen in den regionalen Medien (Landshuter Zeitung, Radio, Fernsehen)!

 

Wo und was wird gesammelt?
Gesammelt wird im gesamten Stadtgebiet von Landshut, außerdem in Altdorf (ohne Eugenbach), Auloh, Piflas (Alt-Ergolding), Kumhausen (Siedlung), Preisenberg, Münchnerau und Siebensee.

Neben jeder Form von Papier (z.B. Bücher, Magazine, Zeitungen, Illustrierte, Telefonbücher u.ä.) und Pappe (z.B. Verpackungspapiere, Kartonagen u.ä.) werden vor allem noch tragfähige Damen-, Herren- und Kinder- Bekleidungsstücke aller Art (auch Hüte, Handschuhe u.ä.) sowie sonstige Haushaltstextilien (z.B. Tisch- und Badetücher, Bettwäschen, Decken, Federbetten, Vorhänge u.ä.) gesammelt, außerdem (Straßen-) Schuhe (nur paarweise, bitte zusammenbinden!). Die Sammelware muss trocken sein. Nicht angenommen werden können Ski- oder Schlittschuhe, Gummistiefel oder Rollerblades.

 

Was kann jeder tun, um die Aktion zu unterstützen?

Am Besten werden die Sachspenden am Tag der Sammlung bis spätestens 8 Uhr morgens gut sichtbar an den Straßenrand gestellt. Diese werden dann im Laufe des Vormittages quasi direkt vor der Haustür abgeholt. Zu bedenken gilt es: Eine Bereitstellung über Nacht führt wegen des zunehmenden Missbrauchs oftmals zum falschen Ziel!

Die abzugebende Kleidung sollte zum besseren Transport in irgendeiner Form verpackt sein, z.B. in Plastiksäcken, Müllbeuteln (wegen der starken Verwechslungsgefahr aber bitte keine „Gelben Säcke“ verwenden!) o.ä. Das Papier sollte zu tragfähigen Paketen gebündelt oder sonst zusammengebunden sein.

 

Wer sammelt eigentlich die ganzen Sachspenden ein?

Für den BDKJ übernimmt das KJW die komplette Organisation der gesamten Sammelaktion, inkl. der Ankündigung in den Medien und der leiblichen Verpflegung für die Aktöre am Sammeltag. Allerdings können die Mitglieder des KJW dann nicht auch noch alles alleine einsammeln. Dies geschieht deshalb schon seit jeher in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendgruppen und Jugendlichen aus nahezu sämtlichen Pfarreien in und um Landshut. Die Herkunft der Gruppen (BDKJ, Kolping, Ministranten u.v.m.) spielt dabei natürlich überhaupt keine Rolle; auch decken sie sich nicht immer mit den Sammelgebieten. Stets unter der (haftungsrechtlichen) Aufsicht eines Erwachsenen, der in der Regel gleichzeitig als Fahrer des - speziell gekennzeichneten (!) - Sammelfahrzeugs fungiert, sammeln die Jugendgruppen ein ganz bestimmtes Gebiet ab. Soweit möglich, versuchen die Mitglieder des KJW verbleibende Lücken selbst zu schließen. Da sowohl die Kapazitäten der Sammelfahrzeuge als auch die Arbeitskraft der Jugendgruppen beschränkt sind, dauert es in der Regel bis zum frühen Nachmittag, ehe davon ausgegangen werden kann, dass sämtliche Straßen der Sammelgebiete wenigstens einmal befahren wurden. Sollte danach dennoch etwas liegen geblieben sein, so kann dies ab 14 Uhr der Sammelleitung unter einer in der Landshuter Zeitung am Sammeltag genannten Nummer mitgeteilt werden.

 

Sowohl sämtliche Jugendliche als auch alle beteiligten KJW-Mitglieder arbeiten selbstverständlich - dem Geiste des KJW entsprechend - unentgeltlich. Der Lohn der Jugendlichen ist der Erhalt eines Jugendhauses, das einst speziell für die Jugendlichen in und um Landshut gebaut worden ist und sich nach wie vor hoher Beliebtheit unter den Kindern und Jugendlichen erfreut. Zusätzlich erhalten BDKJ-Gruppen aus der Stadt und dem Landkreis Landshut eine kleine Vergünstigung bei den Übernachtungspreisen.

Sämtliche Aktöre und Fahrzeuge der Sammlung sind durch eine speziell für diesen Tag abgeschlossene Versicherung (Haftpflicht-, Vollkasko- und Unfall-) abgesichert.

 

Kann da jeder mitsammeln?

Jeder, der sich gerne im Rahmen der Sammelaktion für den Verein bzw. das Jugendhaus in Veitsbuch engagieren möchte, kann dies tun. Gruppen sind geeigneter als Einzelpersonen, noch besser wird es, wenn auch gleich ein geeignetes Sammelfahrzeug bereitgestellt werden kann. So oder so, jeder kann sich das ganze Jahr über bei den Organisatoren melden, den Kontakt vermittelt gerne Markus Hermann, 2. Vorsitzender des Vereins, unter hermar26@web.de.

 

Was passiert dann mit dem Sammelgut?

"Nur etwa 2-5% der gesammelten Textilware wird als Abfall entsorgt, der Rest wird wiederverwertet! Deshalb ist Altkleidersammeln eine einfache und effiziente Form der Müllvermeidung und macht wirklich Sinn." (Zitat Fa.Wittmann)

Als ebenso unentbehrlicher wie kompetenter Partner bei der Durchführung der Sammlungen hat sich die Fa. Wittmann aus Geisenhausen [Lorenz Wittmann GmbH, Vilsbiburger Straße 70-74, 84144 Geisenhausen; Tel.: 08743-9608-0; Fax: 08743-9608-26; Internet: www.lwg.de; e-mail: info@lwg.de] bestens bewährt. Sie hat sich während ihrer mittlerweile fast 40-jährigen Geschichte zum Spezialisten und staatlich anerkannten Entsorgungsfachbetrieb für Textilrecycling entwickelt.

Noch am Sammeltag (immer samstags; Ergebnisse hier) macht sich ein mit Kleidungsstücken voll beladener Lkw auf ins italienische Textilzentrum nach Prato bei Florenz - seit Jahrhunderten schon das Zentrum für Textilrecycling in Europa. Dort beschäftigen sich hunderte von Familienbetrieben mit der Sortierung und Aufbereitung von gebrauchter Textilware. Nach einer ersten Grobsortierung, die sich v.a. an der Abnutzung und der Art der Kleidung (Jeans, Wolle, Babysachen, Betten, Schuhe usw.) orientiert, wird in der anschließenden Feinsortierung die Sammelware nach Qualität, Zustand, Wertigkeit und Farbe - insgesamt bis zu 170 Sortierkriterien! - getrennt.

Von den noch tragfähigen Textilien (insg. ca. 35%) sind etwa 2% noch von so guter Qualität, dass sie als Second-Hand-Ware erneut in den Handel kommen, die 1. Wahl v.a. in Südeuropa, die 2. und 3. Wahl v.a. in Osteuropa (v.a. Tschechische Republik, aber auch Rumänien, Slowakei und Ungarn), aber auch in Südamerika. Mit Ausnahme von Südeuropa ist diese Ware für den Großteil der dortigen Bevölkerung aber immer noch zu teuer. Etwa 33% der Sammelware kommt deshalb als sonstige Bekleidung ebenfalls wieder auf den Markt. Am häufigsten wiederum in Osteuropa, wird diese Kleidung zumeist zum Kilopreis verkauft und deckt so den wesentlichen Kleiderbedarf der dortigen Bevölkerung.

Lesen Sie hier mehr zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Altkleidersammlungen.

Von den nicht mehr tragfähigen Textilien (insg. etwa 65%) wird der größere Teil (ca. 35%) für die Industrie weiterverarbeitet zu Putzlappen, Dämmstoffen und Füllmaterialien; dort ersetzten sie v.a. energieaufwendige Holz- und Papierprodukte. Der andere Teil (ca. 25%) wird im Wege der Faserrückgewinnung zu komplett neuen Textilien verarbeitet und erspart so neue Rohstoffe.

Nur lediglich 2-5% der insgesamt gesammelten Ware landet dann tatsächlich als unverwertbarer Abfall in der Müllverbrennung.

Das Papier wird demselben Wiederverwertungsprozess zugeführt wie das über die grüne Papiertonnen gesammelte Papier.